Anzeichen und Symptome

Informationen rund um die Symptome

Anzeichen und Symptome von Hypoparathyreoidismus

Krankheitsverlauf

Die Krankheit Hypopara tritt dann auf, wenn der PTH-Spiegel im Blut zu niedrig ist und geht einher mit einem zu niedrigen Kalzium und einem zu hohen Phosphatspiegel. Von Patient zu Patient sind auch die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt. Leichte Symptome sind beispielsweise ein Kribbeln der Extremitäten, wohingegen Stimmritzenkrämpfe (Laryngospasmus) oder Krampfanfälle zu den schweren Merkmalen zählen.

In den meisten Fällen tritt Hypopara durch die Entfernung oder unbeabsichtigte Schädigung der Nebenschilddrüsen nach einer Operation auf. 25 – 30 % der Patienten leiden danach an einem vorübergehenden postoperativen (also nach der Operation entstehenden) Hypopara. In diesen Fällen ist der Calcium- und PTH-Spiegel für bis zu 6 Monate zu niedrig. Ist der Calciumspiegel länger als 6 Monate unter dem Normbereich und der PTH-Wert inadäquat niedrig, spricht man von chronisch postoperativem Hypoparathyreoidismus.

Die Krankheit kann auch Jahre nach einer Operation auftreten, wenn es zu altersbedingten Veränderungen des Operationsbereiches bzw. der Nebenschilddrüsen mit z.B. Vernarbungen kommt. Das ist allerdings eher selten der Fall.

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Symptome und Komplikationen im Detail

Bei der seltenen Erkrankung Hypopara ist der PTH-Spiegel im Körper zu niedrig. Dadurch ist der Körper nicht mehr in der Lage, den normalen Mineralhaushalt aufrecht zu erhalten.

Bleibt Hypoparathyreoidismus unbehandelt, kann dies zu einem zu niedrigen Kalziumspiegel im Blut (Hypokalzämie) führen. Kalziumpräparate und andere Nahrungsergänzungsmittel, die den Kalziumspiegel im Blut wieder erhöhen, werden für die Behandlung eingesetzt. Durch die zusätzliche Zufuhr von Kalzium kann es in einigen Fällen zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Blut (der sogenannten Hyperkalzämie) kommen. Hyperkalzämie und Hypokalzämie betreffen hauptsächlich die Nerven und Muskeln und können unbehandelt weitere Symptome in Herz, Lungen, Atemwege, Magen und Gehirn hervorrufen.

Die Symptome von Hypopara sind bei jedem Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt. Die untenstehende Liste gibt Ihnen einen Überblick aller Symptome dieser seltenen Erkrankung. Sollten Sie mehrere der genannten Symptome bei sich selbst bemerken, kontaktieren Sie unbedingt Ihren Arzt. Bleibt Hypoparathyreoidismus unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen mit sich bringen und beeinträchtigt Ihr tägliches Leben enorm.

Wenn Sie die Diagnose bereits erhalten haben und sich auch schon in Behandlung befinden, sprechen Sie Veränderungen Ihrer Symptome mit Ihrem Arzt ab. Verändern sich die Symptome oder werden sie schlimmer? Treten plötzlich neue Symptome auf, die Sie bisher noch gar nicht im Zusammenhang mit der Diagnose gesehen haben und beeinträchtigen Sie diese in Ihrem Alltag? 

Die untenstehenden Symptome sind ein Auszug möglicher Anzeichen für Hypopara. Die Liste dient nicht zum Zweck der Selbstdiagnose und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Für medizinische Fragen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt des Vertrauens.

Symptome: 

  • Kribbeln, Stechen und Taubheit (Parästhesie)
  • Muskelzuckungen, Schütteln, Zittern, Muskelkrämpfe (Tetanie)
  • Muskel- und Knochenschmerzen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Konzentrationsschwäche/Vergesslichkeit (kognitive Dysfunktion)
  • Ängstlichkeit
  • Depression
  • Kalziumablagerungen (extraskelettale Verkalkungen)
  • Unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörungen)
  • Gefühl der sozialen Isolation
  • Trockene oder beschädigte Haut
  • Haarveränderungen
  • Hitze- und Sonnenempfindlichkeit
  • Augenprobleme (Katarakt)
  • Nierensteine
  • Darmprobleme und Übelkeit
  • Veränderung an den Finger- und Fußnägeln
  • Zahnprobleme
  • Atemprobleme